Ausgabe 228

In 80 Drinks um die Welt

Okay, Hand aufs Herz: Ganze 80 Cocktails sind es nicht. Aber Rolling Pin hat sich mal angeschaut, welche Cocktails man in anderen Ecken der Welt so trinkt. mit Luke Whearty in Singapur, Stephan Hinz in Köln oder in The Nomad Bar in New York.

Text: Sissy Rabl     Fotos: beigestellt

Die richtigen Zampanos der Sterneküche bringen ihre Umwelt schon seit Jahren auf den Teller. So geschehen beim spanischen Dreisterner Quique Dacosta, der beispielsweise die Blüte spanischer Mandelbäume zur Inspiration für eines seiner Gerichte machte, oder beim allseits beliebten Peruaner Virgilio Martínez, der sich sowieso zum Ziel gesetzt hat, von Alpen bis Küste jede Landschaft seiner Heimat mit entsprechenden Gerichten zu verewigen.

Und das alles natürlich am besten nur mit Produkten der jeweiligen Umgebung. Inspirationen aus dem örtlichen Kontext zu beziehen, ist ein Trend, der so schnell kein Ende nehmen wird. Und was in der Küche Trend ist, braucht nicht lange, um auch am Bartresen anzukommen. In einer Bar in Singapur werden im besten Fall nicht die gleichen Cocktails serviert wie in einer Bar in London.

Wie arbeiten also Barkeeper auf der ganzen Welt ihr Umfeld in ihre Drinks mit ein? Welchen Einfluss hat der kulturelle und geografische Kontext? „Gäste sind gelangweilt davon, in jeder Bar der Welt die gleichen klassischen Drinks zu bekommen. Sie fangen langsam damit an, sich Bars wegen einmaliger Erfahrungen und Getränke auszusuchen, die man eben nur dort konsumieren und erleben kann. Ich freu mich auf den Tag, an dem man wirklich nur in Manhattan einen Manhattan bestellen kann“, fasst es Luke Whearty zusammen.

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24.09.2018