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Graz: Pfandsystem für Kaffeebecher startet

Die Stadt Graz sagt Müllbergen den Kampf an: Mit einem Pfandsystem für Coffee-to-go-Becher soll Plastikmüll reduziert werden.

Fotos: Stadt Graz/Foto Fischer

Coffee to go ist ist wahrscheinlich die beste Erfindung für alle, die morgens nicht früh genug aus dem Bett gekommen sind und trotzdem ihre Dosis Koffein brauchen. Doch die Pappbecher mit den Plastikdeckeln sorgen vor allem in Stadtzentren für gut gefüllte Mülleimer. Um dem entgegenzuwirken, wurde in Graz ein Pfandsystem für Coffee-to-go-Becher entwickelt.

Backcup

"Backcups" gehen an den Start

Laut einer Studie, die vom Grazer Umweltamt in Auftrag gegeben wurde, landen allein im Kern der Innenstadt Graz’ täglich 1000 Einweg-Kaffeebecher im Müll. Genau das war der Anstoß für Stadträtin Tina Wirnsberger von den Grünen, ein Pfandsystem für Kaffeebecher einzuführen.

Seit heute, dem 6. Dezember, sind die sogenannten Backcups in den teilnehmenden Gastronomien erhältlich. Pro Becher bezahlt der Kunde einen Euro Pfand, das er bei der Rückgabe in einem der Partnerbetriebe wieder zurückbekommt. In Graz sind unter anderem folgende Cafés und Restaurants mit von der Partie: 

  • Barista’s
  • Tribeka
  • Kunsthauscafé
  • Mangolds
  • Ducks Coffeeshop
  • Café Fotter

Auch Wien zieht mit

Auch in der österreichischen Bundeshauptstadt ist so ein Pfandsystem geplant. „Das Pilotprojekt startet am 15. Jänner mit 100.000 Becher, vorerst ist es auf den ersten Bezirk beschränkt“, sagt Christian Chytil, Geschäftsführer der Cateringfirma impacts und der Cup Solutions Mehrweg GmbH. „Der Plan ist, damit eine Million Einwegbecher einzusparen.“

Genau so wie in Graz ist auch in Wien pro Becher ein Euro Pfand zu bezahlen, der dann bei allen Partnern zurückgeben werden kann. Zudem wird es auch Automaten, beispielsweise an U-Bahnhöfen geben, an denen sie retourniert werden können. Mit Hilfe einer App werden sich Konsumenten über teilnehmende Betriebe und Rückgabeautomaten informieren können.

06.12.2018