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Krankheit nach Pleite: Petz im Gußhaus ist Geschichte

Im Mai musste der österreichische Haubenkoch Christian Petz mit seinem Gußhaus in Wien Insolvenz anmelden. Nun erklärte der Wiener Gastronom das endgültige Aus des Restaurants.

Fotos: Helge O. Sommer

"Das Gußhaus ist Geschichte." So verkündete das Wiener Restaurant um Haubenkoch Christian Petz das endgültige Ende. In einem Facebook-Post bedankt sich das Team rund um den ehemaligen Vier-Hauben-Koch für "die vielen schönen und genussvollen Momente."

Wie schwer die Krankheit von Christian Petz ist bzw. war, ist nicht bekannt. Es bleibt abzuwarten, ob sich der charismatische Koch nach erfolgreicher Genesung mit einem neuen Projekt zurückmelden wird.

 

Unser Bericht zur Insolvenz von Petz im Gußhaus

Einst zählte Christian Petz zu den absoluten Starköchen Österreichs. Für das Palais Coburg, in dem er bis 2008 als Küchenchef tätig war, erkochte der gebürtige Oberösterreicher sogar vier Hauben. Danach ging es für Petz weiter an der Wiener Donaukanal, wo er das Badeschiff betrieben hat. Anfang 2016 machte sich der Spitzenkoch dann selbstständig und eröffnete hinter dem Wiener Karlsplatz das Petz im Gußhaus. 

Tiefer Fall

Jetzt wurde am Wiener Handelsgericht ein Konkursverfahren gegen Petz eröffnet. Unterstützung in dieser schweren Zeit bekommt der Haubenkoch von seinem Verpächter Walter Kainz: "Das Lokal ist immer voll und Christian Petz ist ein begnadeter Koch. Ich werde ihn weiter unterstützen und ich möchte, dass er an Bord bleibt", erklärt Kainz gegenüber der österreichischen Tageszeitung Kurier. 

Wie hoch der Schuldenberg ist, bleibt noch abzuwarten. Petz soll aber nicht nur Rückstände bei seinem Verpächter, sondern auch bei Lieferanten und der den Wiener Gebietskrankenkassen haben. Laut Petz' Schwester sind vor allem der Umbau der Küche Schuld an der Misere. Damit ist das Gußhaus nach dem Aï bereits das zweite Wiener Spitzenrestaurant, das binnen weniger Tage pleite ging.  

www.gusshaus.at

 

 

25.07.2018