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Restaurant macht versehentlich 30.000 geheime Gästenotizen publik

In einem US-Restaurant wurde versehentlich die Büchse der Pandora geöffnet: Durch eine Massen-E-Mail drangen 30.000 interne Gästenotizen an die Öffentlichkeit.

Fotos: Shutterstock

Na, wenn das keine Umsatzeinbußen gibt …

Viele Restaurants machen schriftliche Anmerkungen zu ihren Stammgästen, um ihnen einen bestmöglichen Service zu bieten. Dass diese – mitunter – nicht immer unter dem Motto „nett und freundlich“ verfasst sind, versteht sich von selbst, denn nicht jeder Sonderwunsch oder Marotte von Gästen wird als liebenswert angesehen.

Restaurant macht versehentlich 30.000 geheime Gästenotizen publik

Und jetzt kommt das große ABER: Solche Notizen sind nicht für die Augen der Öffentlichkeit und schon gar nicht für die der wiederkehrenden Restaurantgäste bestimmt. Genau das ist jetzt aber einem amerikanischen, wahrscheinlich in New York ansässigen Restaurant passiert.

Als es eine Massen-E-Mail an seine registrierten Gäste aussandte, wurde versehentlich eine Tabelle mit 30.000 geheimen Anmerkungen zu Stammgästen angehängt. Brisanz erhält die Sache zusätzlich, weil in den Notizen viele prominente Gäste gelistet waren.

Die Aufzeichnungen reichten dabei von harmlosen Berufsbeschreibungen, wie zum Beispiel: „Host der Talentshow American Idol“ bis hin zu Warnungen an Kollegen: „ auf ewig 86’d, keine Frage“.

Die Bezeichnung „86’d“ wird übrigens umgangssprachlich in der Gastronomie verwendet, wenn Gäste sich derart unangenehm benehmen, dass man sie nicht bedienen will.

So richtig peinlich wurde es für das Restaurant aber erst, als sich herausstellte, dass eine der E-Mail-Empfängerinnen eine Journalistin des New Yorkers war. Besagte Redakteurin – Hannah Goldfield – fackelte auch nicht lange und stellte viele der internen Gästeanmerkungen auf Twitter, wo sie mittlerweile zigmal retweetet und kommentiert wurden. 

Und was lernen wir daraus? Schnell aufsetzen und raus damit ist bei E-Mails im beruflichen Verkehr nicht die beste Herangehensweise. Denn: Unterschätze niemals die Macht der Social Media.

16.07.2017