Editorial der Ausgabe 295: Warum nur den richtig Mutigen die (Gastro-)Welt gehört!

Juli 8, 2026 | Text: Johannes Stühlinger, Jürgen Pichler

Ist es Schicksal? Fügung? Oder bloß Zufall? Diese Frage stellen wir uns alle manchmal. Zuletzt tat dies ein ganz Großer vor Hunderten Zuhörern: Johann Lafer. Und zwar im Rahmen der Rolling Pin.Awards, die auf der spektakulären Rolling Pin.Convention Austria in Graz verliehen wurden.

Da erzählte der frischgebackene Preisträger davon, dass er just an diesem 8. Juni vor genau 50 Jahren in eben dieser Grazer Messehalle gestanden hatte, als ihn ein Berliner Gastronom anwarb. „Es ist wohl Schicksal, dass ich ausgerechnet heute hier stehe, wo alles begonnen hat“, gab er sich selbst die Antwort auf die oben gestellte Frage.

Der Rest ist kulinarische Geschichte. Eine, die hoffentlich noch lange nicht ihr Ende gefunden hat. An dieser Stelle: Gute Besserung, lieber Johann. Dem Krebs-Schicksal wirst du ein Schnippchen schlagen!

Gleichzeitig markierte eben dieser Tag für einen anderen, ganz jungen Koch den Anfang einer vielleicht ganz großen Karriere: Unser Coverheld ­Dominik Tomschy setzte sich im Finale des härtesten Kochwettbewerbs Europas durch und darf sich nun ­„Junger Wilder 2026“ nennen. Beide Geschichten eint aber nicht das Schicksalhafte, sondern vielmehr der Mut, der sie weitergebracht hat: Lafer ließ alles hinter sich, um in Berlin auf sich alleine gestellt neu anzufangen. Ohne diesen Schritt wäre nichts passiert. Dominik Tomschy warf beim Bewerb alle Konventionen über Bord, um sich selbst übertreffen zu können. Sonst hätte er nicht gewonnen. Chapeau!

Gleichzeitig freuen wir uns ­heute schon auf einen, der diese Art Mut vorlebt wie kein anderer und bei der Rolling Pin.Con­vention Germany am 28. und 29. September in Düsseldorf neben über 100 anderen Speakern auf der Bühne stehen wird: Jamie Oliver! Also: Early-Bird-­Tickets sichern – und wir sehen uns in Düsseldorf!

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