Backstage in der Oscars-Küche: Wolfgang Puck wieder mit Verstärkung aus Österreich
Hollywood strahlt, und das Buffet glänzt – im wahrsten Sinne des Wortes. Auch im Jahr 2026 zeichnet die Gastronomie-Legende Wolfgang Puck für das leibliche Wohl der Stars verantwortlich. Und er ist nicht allein: Auch Spitzenköche aus Österreich helfen mit. Michael “Mike” Köberl gibt uns einen Blick hinter die Kulissen.

Hollywood strahlt, und das Buffet glänzt – im wahrsten Sinne des Wortes. Auch im Jahr 2026 zeichnet die Gastronomie-Legende Wolfgang Puck für das leibliche Wohl der Stars verantwortlich. Und er ist nicht allein: Auch Spitzenköche aus Österreich helfen mit. Michael “Mike” Köberl gibt uns einen Blick hinter die Kulissen.

Köberl, der Spitzenkoch mit Kärntner Wurzeln, gehört längst zum Inventar der Oscar-Küche. Seit über 20 Jahren unterstützt er seinen Mentor und Freund Wolfgang Puck bei der logistischen Herkulesaufgabe, rund 2000 Gäste der A-Prominenz auf höchstem Niveau zu verpflegen.
Köberls Karriereweg liest sich wie ein kulinarisches Drehbuch. Nach seiner Lehre in Villach zog es ihn 1987 in die USA, wo er im legendären „Spago“ in Los Angeles auf Wolfgang Puck traf. Es folgte eine weltweite Reise mit Stationen von Shanghai bis zu den Cayman Islands, bevor er in Wien im Bristol (bei Reinhard Gerer) und im Livingstone die hiesige Gastronomie prägte.
Nach seinem eigenen Erfolgsprojekt, dem Restaurant „Spoon“ in der Wiener Innenstadt, begleitete Köberl zuletzt als Küchenchef den vielbeachteten Relaunch des Traditionsbeisls „Sopherl am Naschmarkt“.
Die Oscars in Zahlen:
Um tausende Hollywood-Stars gleichzeitig glücklich zu machen, sind die Mengen in der Küche schier unglaublich. Die internen Listen offenbaren das Ausmaß der Vorbereitungen:
- 160 Kilogramm japanisches Miyazaki A5 Wagyu-Rind.
- 30 Pfund edler Kaluga-Kaviar.
- 2 Gallonen flüssiges 24-karätiges Gold zum Besprühen der Schokolade.
- 2.000 Mini-Schokoladen-Oscars, die als süße Trophäen gereicht werden.
- 12.000 Teller und über 14.000 Gabeln sind im Dauereinsatz.
Gesteuert wird dieses kulinarische Imperium von insgesamt 45 Konditoren (Pastry Chefs) und 75 Köchen, unterstützt von über 300 Service-Mitarbeitern.
Ein Blick auf die diesjährigen Menükarten des Governors Ball zeigt: Es wird eine Mischung aus dekadentem Luxus und modernen, leichten Kreationen geboten.

Die Highlights des Abends:
Tray Passed (Häppchen): Den Auftakt machen exklusive Bites wie Caesar Steak Tartare auf Endivien, Wagyu Cheeseburger und die berühmten Signature Spicy Tuna Tartare Cones. Besonders kreativ: Hunan-Auberginen auf Reis-Cakes für die veganen Gäste.
Small Plate Stations: Hier können sich die Stars durch die Welt probieren. Von einer Izakaya-Station mit Mini-Okonomiyakis bis hin zu einer Sushi-Bar, die mit Hamachi, Toro und Kaluga-Kaviar auftrumpft.
Fleisch-Perfektion: An der Carving Station wird unter anderem Miyazaki Farms Japanese Wagyu und Snake River Farms American Wagyu Tomahawks serviert.
Österreichischer Gruß: In der Patisserie-Abteilung finden sich klare Hinweise auf die Wurzeln von Puck und Köberl. Neben modernen Mini-Maritozzi gibt es traditionellen Apfelstrudel mit Marzipan-Gelato und – ein echter Klassiker – die Kardinalschnitte (sowohl mit Beeren als auch in einer Zitrus-Variante).