Fine-Dining-Elite verhandelt die Zukunft der Gastronomie
Wenn sich über 400 Köche, Sommeliers und Gastronomen aus 21 Ländern treffen, geht es längst nicht mehr nur um Tellerästhetik und Produktverliebtheit. Beim JRE-International-Kongress 2026 in Köln stand unter dem Motto „Re·Generation – Seed the Future“ vor allem die Frage im Raum, wie sich die Branche zwischen Unternehmertum, Nachhaltigkeit, Teamkultur und Gastfreundschaft neu aufstellen muss.

Wenn sich über 400 Köche, Sommeliers und Gastronomen aus 21 Ländern treffen, geht es längst nicht mehr nur um Tellerästhetik und Produktverliebtheit. Beim JRE-International-Kongress 2026 in Köln stand unter dem Motto „Re·Generation – Seed the Future“ vor allem die Frage im Raum, wie sich die Branche zwischen Unternehmertum, Nachhaltigkeit, Teamkultur und Gastfreundschaft neu aufstellen muss.

Vorstoß nach Südamerika
Die eigentliche Nachricht hinter dem Event: JRE baut sein Netzwerk weiter international aus und hat Südamerika offiziell in die Gemeinschaft aufgenommen. Neue Mitglieder aus Argentinien, Chile und Peru wurden beim Kongress willkommen geheißen – ein Schritt, mit dem die Organisation ihre globale Reichweite ausbaut und den kulturellen Austausch innerhalb der Spitzengastronomie weiter forciert.
Morel ist Koch des Jahres
Auch die JRE-International Awards 2026 wurden in Köln vergeben. Als Chef of the Year wurde Frédéric Morel ausgezeichnet, Sommelier of the Year wurde Johanna Roullier. Weitere Preise gingen unter anderem an Jo Grootaers und Lana Kelchtermans für Hospitality Excellence, an Massimiliano Mascia für den Re·Generation Award sowie an Sabina und Grega Repovž für Nachhaltigkeit.
Dazu kam die Inszenierung, die man von solchen Formaten erwartet: JRE-Deutschland lud zum Galadinner in die Flora Köln, gekocht wurde unter anderem von Jan-Philipp Berner, Frédéric Morel, Sebastian Obendorfer und Tobias Bätz. Doch interessanter als das Schaulaufen der Spitzenköche war diesmal die Botschaft dahinter: Fine Dining will sich breiter definieren – als Verbindung aus Küche, Service, Verantwortung und wirtschaftlichem Denken. Genau das macht den Kongress am Ende relevanter als viele reine Prestige-Veranstaltungen.