Neues Weingesetz: Kommt jetzt die Naturwein-Revolution?

Österreich arbeitet an einem neuen Weingesetz. Was trocken nach Paragrafen klingt, könnte für Winzer, Sommeliers und Weinbars ziemlich spannend werden.
Mai 18, 2026 | Text: Redaktion | Fotos: Shutterstock

Österreich und sein Weinrecht – das ist seit dem Weinskandal von 1985 keine Nebensache, sondern beinahe Staatsräson. Kaum ein Land kontrolliert seine Weine so streng, kaum ein Herkunftssystem ist so sensibel aufgeladen. Jetzt wird genau dieses Regelwerk überarbeitet.

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Foto: Shutterstock

Österreich und sein Weinrecht – das ist seit dem Weinskandal von 1985 keine Nebensache, sondern beinahe Staatsräson. Kaum ein Land kontrolliert seine Weine so streng, kaum ein Herkunftssystem ist so sensibel aufgeladen. Jetzt wird genau dieses Regelwerk überarbeitet.

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Der Grund: Das aktuelle Weingesetz aus dem Jahr 2009 wurde zwar mehrfach novelliert, passt laut BMLUK aber in zentralen Bereichen nicht mehr sauber mit dem übergeordneten EU-Weinrecht zusammen.

Was könnte sich mit dem neuen Weingesetz ändern?

Das spannendste Thema: Naturweine. Die werden zwar immer beliebter, tun sich aber bei staatlichen Verkostungen oft schwer. Laut ORF NÖ stießen sich zuletzt manche Produzenten daran, dass ihre Weine bei Verkostungen durchfielen. Das kann zur Folge haben, dass ein Wein, der zwar international mit Höchstwertungen versehen ist, rechtlich nicht mit ausgewiesener Lage und Bundesland am Etikett verkauft werden darf. Um derart skurrile Situationen zu vermeiden, soll künftig eine speziell auf Naturweine geschulte Gruppe zum Einsatz kommen.

Auch bei Herkunftsweinen dürfte sich etwas bewegen. Erzeugervereinigungen sollen in Zukunft Anforderungen für Gebietsweine mit Herkunftsschutz festlegen können. Diese Weine sollen dann auch von Experten aus der jeweiligen Region verkostet werden.

Ebenfalls auf dem Prüfstand steht die staatliche Prüfnummer. Aktuell bekommt ein Qualitätswein diese erst nach Laborprüfung und amtlicher Verkostung. Laut ORF wollen die Weinbauvereine die Prüfnummer offenbar behalten.

Parallel dazu plant das Landwirtschaftsministerium auch Änderungen bei Förderungen im Weinbereich. Unter anderem sollen Pauschalsätze bei der Weingartenumstellung steigen und neue Investitionen in Kellertechnik förderbar werden. Die Änderungen warten allerdings noch auf Genehmigungen der Europäischen Kommission.

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