Rolling Pin.Awards: Große Bühne für große Visionäre

Wer holt sich die Oscars der Gastronomie ab? Wer darf mit der begehrtesten Trophäe der Branche nach Hause gehen? Das entscheidet bei den Rolling Pin.Awards kein anonymes Komitee, sondern die härteste Jury überhaupt: die eigenen Mitbewerber! Auf der Rolling Pin.Convention Austria wurden die inspirierendsten Persönlichkeiten des Jahres im großen Stil gekürt. Packendes Finale inklusive – denn bei den diesjährigen Preisträgern herrschte absoluter Tränen-Drück-Alarm!
Juli 8, 2026 | Text: Redaktion | Fotos: Moving Stills

„Alles, was ich heute bin, hat auf den Tag genau heute vor 50 Jahren in dieser Messehalle, in der wir gerade stehen, seinen Anfang genommen! Hier wurde ich bei einer Veranstaltung als junger Koch gefragt, ob ich nach Deutschland gehen möchte. Der Rest ist Lebensgeschichte.“

1.000 Menschen im Saal, aber bei der Dankesrede von Johann Lafer hätte man eine Stecknadel fallen hören können. Kein Wunder, wurde der virtuose Koch und Gastronom doch mit dem wohl relevantesten Rolling Pin.Award geehrt – dem fürs Lebenswerk (siehe auch Interview Seite 100). Und in Anbetracht seiner gerade erst bekannt gewordenen Krebserkrankung wogen seine Worte noch schwerer, als sie es ohnehin getan hätten. Tränen. Bei ihm. Tränen.

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Überall im Publikum. Und dann tosender Applaus. Standing Ovations. Was für eine Energie, was für ein Kribbeln – der Saal bebte und der Moment diente der restlichen Verleihung der Rolling Pin.Awards als Blaupause für Freude, Glück und Jubelstimmung. Schließlich gab es auch weniger Dramatisches zu zelebrieren – die Liste der 100 Best Chefs hat nämlich einen neuen Gewinner: Lukas Nagl wurde von den über 10.000 Votern zur neuen Nummer eins gekürt! Bäm! Bei aller Freude legte aber auch er Gewicht in seine Worte: „Danke an mein Team und meine Wegbereiter. Vor allem aber an Heinz Reitbauer und auch an Johann Lafer, die mich beide immer unterstützt haben. Das werde ich nie vergessen!”

„Alles, was ich heute bin, hat auf den Tag genau heute vor 50 Jahren in dieser Messehalle, in der wir gerade stehen, seinen Anfang genommen! Hier wurde ich bei einer Veranstaltung als junger Koch gefragt, ob ich nach Deutschland gehen möchte. Der Rest ist Lebensgeschichte.“

1.000 Menschen im Saal, aber bei der Dankesrede von Johann Lafer hätte man eine Stecknadel fallen hören können. Kein Wunder, wurde der virtuose Koch und Gastronom doch mit dem wohl relevantesten Rolling Pin.Award geehrt – dem fürs Lebenswerk (siehe auch Interview Seite 100). Und in Anbetracht seiner gerade erst bekannt gewordenen Krebserkrankung wogen seine Worte noch schwerer, als sie es ohnehin getan hätten. Tränen. Bei ihm. Tränen.

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Überall im Publikum. Und dann tosender Applaus. Standing Ovations. Was für eine Energie, was für ein Kribbeln – der Saal bebte und der Moment diente der restlichen Verleihung der Rolling Pin.Awards als Blaupause für Freude, Glück und Jubelstimmung. Schließlich gab es auch weniger Dramatisches zu zelebrieren – die Liste der 100 Best Chefs hat nämlich einen neuen Gewinner: Lukas Nagl wurde von den über 10.000 Votern zur neuen Nummer eins gekürt! Bäm! Bei aller Freude legte aber auch er Gewicht in seine Worte: „Danke an mein Team und meine Wegbereiter. Vor allem aber an Heinz Reitbauer und auch an Johann Lafer, die mich beide immer unterstützt haben. Das werde ich nie vergessen!“ rp295-rpa-aufmacher-7
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1 So strahlen Siegerinnen! Viktoria Bauböck (Steirereck) wurde als Maître des Jahres geehrt und Eva Schnabl (Kabuff) zum Female Chef of the Year. Erste Gratulanten? Keine Geringeren als Philip Rachinger und Heinz
Reitbauer 5 und das enthemmte Team. 2 Sie sind alte Freunde – in guten wie in schlechten Tagen: Sommelier-Legende Gerhard Retter und Lebens­werk-Preisträger Johann Lafer teilen einen besonderen Moment.
3 & 4 Thomas Dorfer (Landhaus Bacher), Letztjahressieger der 100 Best Chefs, gratuliert seinem Nachfolger Lukas Nagl (Bootshaus). 6 Pure Begeisterung auch beim Sous Chef of the Year, Markus Leutgeb (Wirtshaus Döllerer) –, vor allem aber im 7 & 8 großartigen Publikum, das gemeinsam mit Rolling Pin-Founder Jürgen Pichler und Gerhard Retter die einmalige Maria Zellbauer (Landgut am Pössnitzberg) besonders feierte: Sie trägt nun den Titel „Spülerin des Jahres“. Big Hand und Gänsehaut, aber Hallo!

Doch die Verleihung der „Oscars der Gastronomie“, wie Tim Raue sie stets nennt, hatte noch ganz andere Überraschungen zu bieten. Schließlich ist diese Wahl eben anders als alle anderen: Statt einer intransparenten Jury entscheiden hier die eigenen Mitbewerber – sie stimmen jedes Jahr für ihre Kolleginnen und Kollegen ab. Das macht diese Jury zur härtesten der Welt! So kam es, dass diesmal kein gelernter Koch, sondern ein Autodidakt auf der Bühne stand und den unter den jungen Chefs besonders gefragten Preis abräumte: Bernhard Zimmerl schnappte sich die Trophäe des „Rising Star of the Year“.

Strahlend rief er ins Mikrofon: „Es ist schön, von der Branche gesehen zu werden. Sonst: ein großes fuck, wie geil!“ Seine Partycrowd war jedenfalls genauso wenig zu überhören wie jene von Eva Schnabl, die den Preis des „Female Chef of the Year“ einheimste. Schon bei ihrer Vorstellung stand der Saal. Schließlich hieß es da über sie: „Eva Schnabl setzt mit Talent, Leidenschaft und Hingabe neue Maßstäbe. Das ist wirklich außergewöhnlich!“ Genauso wie alle anderen Preis­träger.

#1 der 100 Best Chefs

Lukas Nagl // Restaurant Bootshaus // Traunkirchen dastraunsee.at/restaurant-bootshaus

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Wenn mit Heinz Reitbauer selbst die vielfache Nummer eins dieses Rankings sagt, dass dieser Mann aktuell klare Spitzenklasse ist, dann folgt diesem Gedanken zurecht die gesamte Branche! Lukas Nagl kocht im Bootshaus eine Küche, die Heimat nicht als Attitüde vor sich herträgt, sondern schmeckbar macht: klar, tief, eigenständig und mit offenem Blick in die Welt. Fisch, Gemüse, Fleisch – alles bekommt hier denselben Respekt. Ein wahrlich würdiger Platz eins der 100 Best Chefs. Chapeau!

FEMALE CHEF OF THE YEAR

Eva Schnabl // KABUFF Bistro & Restaurant // GRAZ kabuff.at

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Hier ist eine Köchin bei der Sache, die nicht nur ihre Sprache gefunden hat, sondern der es zudem gelingt, Fine Dining jegliche Steifheit zu nehmen. Mit mutiger Produktfokussierung und Gespür für Aromen hat sich Eva Schnabl in kürzester Zeit an die Spitze gekocht. Im Kabuff in Graz verbindet sie Kreativität mit Präzision und schafft Gerichte, die überraschen und gleichzeitig tief verwurzelt sind. Eine starke Stimme einer neuen Generation von Köchinnen.

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JOHANN LAFER // Guldental lafer.de

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Kaum ein Name steht so sehr für die Entwicklung der deutschsprachigen Kulinarik wie Johann Lafer. Er hat als Spitzenkoch, Unternehmer, Autor und TV-Gesicht Generationen geprägt und die gehobene Küche weit über Restaurantmauern hinaus sichtbar gemacht. Vom Gösser wBräu in Graz bis zu zwei Michelin-Sternen auf der Stromburg und über 5.000 Auftritten in TV-Shows. Diese Karriere ist ein Stück deutschsprachiger Gastro-Geschichte. Eine, die noch nicht zu Ende geschrieben ist!

PÂTISSIèRe des JAHRES

Noemi Krondorfer // Landhaus Bacher // Mautern an der Donau landhaus-bacher.at

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Noemi Krondorfer steht für eine Pâtisserie, die Eleganz und Klarheit auf den Punkt bringt. Im Landhaus Bacher setzt sie Akzente, die filigran wirken und doch voll Kraft sind. Gleichzeitig verbindet sie klassisches Handwerk mit moderner Leichtigkeit und außergewöhnlichem Gespür für Texturen und Balance. Ihre Desserts sind präzise komponiert, nie überladen und dennoch voller Ausdruck. Kurz: eine beeindruckende Leistung auf höchstem Niveau. 

SoUS CheF des JAHRES

Markus Leutgeb // Döllerers Wirtshaus // Golling an der Salzach doellerer.at

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Der beste Sous Chef ist oft jener, der nicht im Rampenlicht steht, aber ohne den das Ganze nicht leuchtet. Markus Leutgeb hält bei Döllerer seit Jahren den Takt mit: ruhig, präzise, verlässlich und mit jenem Können, das aus großen Küchen erst große Teams macht. Neben Andreas Döllerer in einem der stärksten Häuser des Landes zu bestehen, ist kein Nebenjob. Mit handwerklicher Stärke, Teamgeist und Gespür für Qualität sorgt er für Konstanz auf höchstem Niveau. Big Hand!

MAÎtre des JAHRES

Viktoria Bauböck // Steirereck im Stadtpark // Wien steirereck.at

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Im Drei-Sterne-Haus im Stadtpark Gastgeberin auf diesem Niveau zu sein, heißt, Räume, Menschen, Timing und Atmosphäre jederzeit richtig zu lesen. Viktoria Bauböck verkörpert genau diese Kunst: Sie verbindet Fachwissen mit echter Gastfreundschaft und schafft eine Atmosphäre, die Präzision und Herzlichkeit vereint. Eine Maître, die Service zur gesellschaftlichen Kunstform erhebt und Maßstäbe in der Spitzengastronomie setzt.

Rising Star

Bernhard Zimmerl // Restaurant ZimmerL // Waidhofen an der Thaya restaurantzimmerl.at

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Noch keine zwölf Monate alt und schon vier Hauben, ein Michelin-Stern! Mit klarer Vision, Mut zur Eigenständigkeit und beeindruckender Entwicklung hat sich Bernhard Zimmerl in Windeseile einen Namen gemacht. In Waidhofen an der Thaya zeigt er, wie zeitgemäße Küche abseits der Metropolen funktionieren kann – regional verwurzelt, kreativ gedacht und präzise umgesetzt. Ein Senkrechtstarter und Aufsteiger, von dem man noch viel hören wird!

spülerindes jaHrEs / sustainability

Maria Zellbauer // Landgut am Pössnitzberg // Leutschach poessnitzberg.at

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Maria Zellbauer steht seit 17 Jahren im Landgut am Pößnitzberg für Einsatz, Verlässlichkeit und jene Arbeit, die selten Applaus bekommt, aber jeden Abend den Betrieb trägt. Denn: Spülen heißt keinesfalls Randarbeit! Vielmehr ist ihre Arbeit geprägt von Tempo, Überblick und Teamgeist. Qualitäten, die oft im Hintergrund bleiben, aber unverzichtbar sind – für all jene, die sonst stets im Rampenlicht strahlen können.

#1 der 50 best sommeLIERS

Josef Neulinger // Almhof Schneider // LEch am Arlberg almhof.at

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Wenn Wein weit mehr sein soll als bloße Begleitung, braucht es Menschen wie Josef Neulinger. Seit über zwei Jahrzehnten prägt er im Almhof Schneider in Lech am Arlberg eine Weinkultur, die Tiefe, Freiheit sowie alpine Eleganz verbindet. Der Spitzen-Sommelier kuratiert eine exzellente Weinkarte auf höchstem Niveau. Seine Expertisen wirken nie wie eine Belehrung, sondern wie eine Einladung: zum Entdecken, Vergleichen und Staunen. Das macht Lust – auf weit mehr als bloß Wein!

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