„Die Jugend will nicht arbeiten!“ Warum dieses Jammern deinen Betrieb killt
Ein Lehrbub schmeißt hin. Die Bewerberbox bleibt leer. Ergebnis immer das gleiche: Der Chef schimpft auf Instagram und LinkedIn über die „faule Jugend“. Ja, Klassiker. Nur: Die neue Generation ist nicht faul! Sie ist anders und hat andere Erwartungen an sich, an uns und an die Arbeit. Sinn statt stumpfes Hackeln. Flexibilität statt Dauer-Teildienst. Digitale Augenhöhe statt WhatsApp-Verbot und Wutausbrüche aus der Chefetage. Spoiler: Wer das als Zumutung empfindet, verliert nicht nur Bewerber, sondern auch den Anschluss.
Ein Lehrbub schmeißt hin. Die Bewerberbox bleibt leer. Ergebnis immer das gleiche: Der Chef schimpft auf Instagram und LinkedIn über die „faule Jugend“. Ja, Klassiker. Nur: Die neue Generation ist nicht faul! Sie ist anders und hat andere Erwartungen an sich, an uns und an die Arbeit. Sinn statt stumpfes Hackeln. Flexibilität statt Dauer-Teildienst. Digitale Augenhöhe statt WhatsApp-Verbot und Wutausbrüche aus der Chefetage. Spoiler: Wer das als Zumutung empfindet, verliert nicht nur Bewerber, sondern auch den Anschluss.
Das größte Eigentor passiert dabei oft noch vor der ersten Schicht: im Recruiting. Denn viele Betriebe suchen nicht nach Talenten, sie senden Hilferufe. Und die riechen nach Überforderung, Frust und Opferrolle. „In Zeiten des Fachkräftemangels suchen wir händeringend … “ – wer so inseriert (ja, das ist gerade sehr überspitzt formuliert), sagt potenziellen Bewerbern eigentlich nur eines: Hier brennt die Hütte. Und du sollst sie löschen. Möglichst schnell. Möglichst günstig. Möglichst ohne Fragen. Erfolgreiche Betriebe drehen dieses Narrativ um. Sie jammern nicht, sie zeigen, warum es sich lohnt, bei ihnen zu arbeiten. Keine Floskeln, keine Durchhalteparolen, kein „belastbar“ als hübsche Umschreibung für zwölf Stunden Stress. Wer heute „flexibel“ fordert, muss erklären, was das konkret heißt. Und vor allem: was Mitarbeitende dafür bekommen. Gutes Job-Marketing beginnt dort, wo Bewerben nicht mehr wie ein Behördengang wirkt. Mobile first. Bewerbung per WhatsApp. In 60 Sekunden statt mit Lebenslauf, Motivationsschreiben und Passfoto aus 2014. Das signalisiert nicht nur Tempo, sondern Haltung: Wir haben verstanden, wie Menschen heute kommunizieren. Und wir machen es ihnen nicht unnötig schwer. Wichtig: diese Botschaften auf allen zur Verfügung stehenden Recruiting-Kanälen kongruent und konsequent senden! Also: Flat-Rate-Abos, die intelligent betreut werden. Schließlich gilt es nach wie vor, einem schwelenden Imageproblem der Gastronomie smart zu begegnen. Und das bedeutet, man braucht glaubhafte Botschaften, die junge Menschen davon überzeugen, dass man selbst als Visionär vorangeht. Nur dann kann man inspirieren und nur dann darf man erwarten, dass mir neue Mitarbeiter auf meinem unternehmerischen Weg auch folgen.
Denn klar ist längst: Die Gen Z will arbeiten. Aber nicht um jeden Preis. Sie sucht Betriebe, die Haltung zeigen, statt Mängel verwalten. Unsere Botschaft muss lauten: Hier herrscht Macher-Mentalität, kein Mimimi. Gut möglich, dass man sich dabei von sich selbst inspirieren lässt …
