Die ekligsten Food-Skandale der Welt

Immer wieder sorgen die Gastronomie und die Lebensmittelbranche mit Skandalen für Aufsehen. Wir geben euch einen Überblick über die ekelerregendsten Aufreger der letzten Jahre.
Februar 13, 2024 | Fotos: Shutterstock

Essen. Wir lieben es – wir brauchen es, um zu überleben. Die Welt des kulinarischen Genusses gibt uns innere Zufriedenheit, erweckt positive Emotionen in uns. Doch hinter den verlockenden Speisen, die wir in Restaurants serviert oder im Supermarkt zu kaufen bekommen, verbergen sich oft dunkle und schockierende Geheimnisse. Wir haben ein paar der größten Skandale der Lebensmittelindustrie für euch zusammengefasst.

Triggerwarnung – nichts für schwache Mägen!

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Eine Schlagzeile, die die ganze Welt schockiert hat: der Pferdefleisch-Skandal in Fertigprodukten

Pferdefleischskandal in Europa

2013 wurde in Irland bei Routineuntersuchungen in Tiefkühlprodukten, darunter Lasagne, Spaghetti Bolognese und Ravioli, anstelle von Rindfleisch unerwartet Pferdefleisch gefunden. 

Essen. Wir lieben es – wir brauchen es, um zu überleben. Die Welt des kulinarischen Genusses gibt uns innere Zufriedenheit, erweckt positive Emotionen in uns. Doch hinter den verlockenden Speisen, die wir in Restaurants serviert oder im Supermarkt zu kaufen bekommen, verbergen sich oft dunkle und schockierende Geheimnisse. Wir haben ein paar der größten Skandale der Lebensmittelindustrie für euch zusammengefasst.

Triggerwarnung – nichts für schwache Mägen!

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Eine Schlagzeile, die die ganze Welt schockiert hat: der Pferdefleisch-Skandal in Fertigprodukten

Pferdefleischskandal in Europa

2013 wurde in Irland bei Routineuntersuchungen in Tiefkühlprodukten, darunter Lasagne, Spaghetti Bolognese und Ravioli, anstelle von Rindfleisch unerwartet Pferdefleisch gefunden. Eine Untersuchung wurde eingeleitet, und bald haben Produktforscher festgestellt, dass das Problem nicht auf Irland beschränkt war, sondern sich auf die gesamte europäische Lebensmittelversorgungskette erstreckte. 

Das Ausmaß des Betrugs umfasste insgesamt 750 Tonnen Pferdefleisch, die von August 2012 bis Ende Januar 2013 ohne Deklaration in Lebensmittelverpackungen millionenfach verarbeitet bzw. ausgeliefert wurden. Damit soll ein Gewinn von rund 550.000 Euro erzielt worden sein. 

Die Ursachen für den Pferdefleischskandal waren unterschiedlich: Einige Unternehmen haben bewusst das billigere Pferdefleisch als Ersatz für Rindfleisch verwendet, um ihre Gewinnmargen zu erhöhen. Andere wiederum wurden Opfer von Lieferantenbetrug, der das falsche Etikettieren von Fleisch und die Verwendung von minderwertigen Zutaten einschloss.

Opium Nudeln

Im Jahr 2014 nahm die chinesische Polizei einen Restaurantbesitzer fest, der Samenkapseln von Schlafmohn unter seine Nudeln gemischt hat. Aufgeflogen ist das Ganze, als ein Mann bei einem Fahrtraining routinemäßig einen Urintest machte und dabei illegale Substanzen gefunden wurden.

Der 26-Jährige habe sich gegen die Vorwürfe des Drogenkonsums gewehrt und das Restaurant verdächtigt. In einem Selbstversuch hätten Familienmitglieder daraufhin dort gegessen und anschließend einen Drogentest gemacht. Tatsächlich sei dieser positiv ausgefallen und die die Familie habe die Polizei verständigt.

Wie der Restaurant-Besitzer später zugab, wollte er die Gäste von seinem Essen abhängig machen. 

Achtung: Nicht zu verwechseln mit der österreichischen Traditions-Speise «Mohnnudeln». Die können nämlich auch süchtig machen. 

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In Österreich gelten Mohnnudeln als besondere Delikatesse. Warum bloß?

McDonald’s Kaffee 

1994 erhielt Stella Liebeck aus New Mexico fast drei Millionen Dollar, da sie McDonald’s wegen eines Eklats verklagte. Die Frau versuchte, auf dem Beifahrersitz Milch und Zucker in ihren McDonald’s-Kaffee zu schütten, den sie zwischen ihre Beine geklemmt hatte. Doch die heiße Brühe schwappte aus dem Becher, Liebeck zog sich Verbrennungen an den Oberschenkeln zu.

Selbst schuld, könnte man sagen. Doch im Verfahren wurde «festgestellt», dass McDonald’s absichtlich sehr heißen Kaffee servierte, ohne die Kunden ausreichend zu informieren.

Außerdem hatte sich die Fast-Food-Kette bereits vor dem Vorfall mit Liebeck mit rund 700 anderen Kaffee-Opfern außergerichtlich geeinigt. Seitdem muss in den USA auf Pappbechern für Kaffee der Hinweis stehen: «Vorsicht heiß».

Virusausbruch in Fast-Food-Läden

Im Herbst 2016 erschütterte ein massiver Hygieneskandal die USA. Das Boston College teilte mit, 141 Studenten – darunter das halbe Basketball-Team – seien nach dem Essen bei Chipotle schwer erkrankt. Ärzte bestätigten Infektionen in großem Ausmaß. Die Fast-Food-Kette kämpfte mit Krankheitserregern wie Salmonellen, Kolibakterien und Noroviren in ihren Produkten.

Die Folgen nach einem Verzehr können relativ harmlos sein und nach einigen Tagen mit Magenschmerzen, Brechreiz und Durchfall abklingen. Doch es gibt auch schockierende Geschichten wie das Burgerfleisch-Desaster der US-Kette Jack in the Box, bei dem 1993 Hunderte Menschen infiziert wurden und vier Kinder starben.

Die Vorfälle werden mit Hygiene-Mängeln und anderen Schlampereien in Zusammenhang gebracht werden. Noroviren können übertragen werden, wenn Mitarbeiter sich nach der Toilette nicht die Hände waschen oder trotz Infekten mit den Lebensmitteln in Verbindung kommen.

Kolibakterien können entstehen, wenn Fleisch nicht richtig durchgegart oder nicht auf der richtigen Temperatur vorgehalten wird.

Salmonellen traten unter anderen bei den Tomaten eines Zulieferers auf.

Seit den Vorfällen haben die Restaurant-Ketten mit Vertrauensproblemen seitens der Kundschaft zu kämpfen. 

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Seit den Hygieneskandalen bleiben viele ehemalige Fans der Restaurant-Kette fern.

Teigtascherlskandal 

In Privatwohnungen in und um Wien stieß die Polizei 2019 auf illegale Produktionsstätten chinesischer Lebensmittel. Die Arbeiter:innen stellten dort in Handarbeit große Mengen Teigtaschen, Dim Sum genannt, her.

Da die Betriebe nicht angemeldet waren, folglich keine Steuern zahlten, die Angestellten illegal beschäftigt waren und die Umstände der Produktion gegen die in Europa üblichen Lebensmittelsicherheitsstandards verstießen, kam es zu umfangreichen Ermittlungen der Polizei und des Wiener Marktamtes, im Zuge derer bis 2020 15 illegale Produktionsstätten und zwei Vertriebsstätten entdeckt wurden.

Jeweils ein weiterer Fall wurde im März 2022 und im September 2023 publik. Grundsätzlich waren alle Lebensmittel jedoch genießbar und es kam niemand zu Schaden.

40 Jahre altes Fleisch in China 

China selbst wurde 2015 zur Lebensmittelskandal-Hochburg, als chinesische Behörden mehr als 100.000 Tonnen Gammelfleisch beschlagnahmt haben. Das Fleisch von Hühnern, Rindern und Schweinen war zum Teil über 40 Jahre alt.

Bei Razzien im ganzen Land stießen Zöllner auf die teils verrottete Ware, die im Verkauf umgerechnet 430 Millionen Euro (3 Milliarden Yuan) eingebracht hätte.

Landesweit sind laut amtlicher Nachrichtenagentur Xinhua im Zusammenhang mit dem Fleischskandal Anfang Juni 130 Menschen festgenommen worden. Mindestens 14 Schmugglerbanden wurden zerschlagen. 

Fleisch statt Ersatzprodukt bei Burger King

Burger King ist bereits vermehrt negativ aufgefallen, was ihre Hygienemaßnahmen angeht – sowohl in Deutschland als auch in Österreich. Abgelaufene Produkte, Maden und Mausekot wurden von Undercover-Reportern bei laufendem Betrieb bemerkt.

Doch vor zwei Jahren wurde der Alptraum eines jeden Vegetariers / Veganer wahr: Die investigative Fernsehsendung des Senders RTL, Team Wallraff, deckte auf, dass nicht alle Produkte der Fast-Food-Kette, die als vegan gekennzeichnet wurden, auch wirklich vegan waren.

Fleischlose und fleischhaltige Produkte wurden nicht immer getrennt – in vielen Fällen landeten sie in denselben Fritteusen. Wenn es keine vegane Variante gebe, dann sei einfach die Fleischversion genommen worden. Sie sähen nämlich ähnlich aus und würden auch so schmecken, erfuhr man in der RTL-Sendung «Team Wallraff“.

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Was sich hier wohl drinnen versteckt? Ein veganes oder ein Fleisch-Patty?

Kannibalen Cocktail 

Eine Geschichte, die wir als skandalöser betrachten, als sie von den Menschen vor Ort wahrgenommen wird, ist die des «Sourtoe Cocktails».

In der kanadischen Kleinstadt Dawson City serviert der Inhaber – ähnlich wie die Olive im Martini – eine menschliche Zehe im Drink. Das Ziel ist es, beim Trinken die Zehe mit den Lippen zu berühren, geschluckt darf sie keinesfalls werden. Dabei handelt es sich um eine Art Mutprobe, bei der Besucher der Stadt zu echten Einheimischen „getauft“ werden. Der Drink besteht aus einem beliebigen Basisgetränk und der mumifizierten menschlichen Zehe.

Der amerikanische Tourist Josh Clark hielt sich nicht an die Regel, den Zehen nur mit den Lippen zu berühren. Er schluckte ihn – absichtlich – und übergab sich. Er musste dafür eine saftige Strafe zahlen, immerhin sind mumifizierte Zehen eine Rarität. 

Ein Skandal war die Story wohl eher für den Betreiber der Bar. Doch ein geschluckter menschlicher Zeh, musste es auch auf diese Liste schaffen. 

Michelin-Aufnahmeritual  

Erst zu Beginn dieses Jahres wurde ein fataler Skandal in einem französischen Sternerestaurant bekannt. Ein Mitarbeiter wurde bei einem Aufnahmeritual stundenlang gedemütigt, indem er nackt auf einen Stuhl gefesselt wurde. 

Hier geht es zur ganzen Story

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