Kündigungswelle in Mainzer NOVUM-Hotels

In zwei Mainzer Hotels der NOVUM Hospitality sollen rund 50 Beschäftigte entlassen worden sein. Die Gewerkschaft NGG vermutet einen Zusammenhang mit einer geplanten Betriebsratsgründung.
Juli 6, 2026 | Text: Redaktion | Fotos: Shutterstock

In Mainz sorgt eine Kündigungswelle in zwei Hotels für Aufsehen. Nach Recherchen des SWR wurden im Garner Hotel in Mainz-Bretzenheim und im Holiday Inn – the niu Mood Mainz nahe dem Hauptbahnhof so gut wie alle Beschäftigten entlassen. Insgesamt sind 50 Menschen betroffen. Beide Häuser gehören zur Hamburger NOVUM Hospitality.

Mainz

 

 

In Mainz sorgt eine Kündigungswelle in zwei Hotels für Aufsehen. Nach Recherchen des SWR wurden im Garner Hotel in Mainz-Bretzenheim und im Holiday Inn – the niu Mood Mainz nahe dem Hauptbahnhof so gut wie alle Beschäftigten entlassen. Insgesamt sind 50 Menschen betroffen. Beide Häuser gehören zur Hamburger NOVUM Hospitality.

Mainz

Die Kündigungsschreiben wurden demnach Ende vergangener Woche zugestellt. Als Begründung sei darin von „dringenden betrieblichen Erfordernissen“ die Rede, ohne diese näher auszuführen. Die betroffenen Beschäftigten wurden von der Arbeit freigestellt und erhalten je nach Vertragsdauer weiter Lohn.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten sieht das Vorgehen kritisch. Nach Angaben der NGG sollte in einem der Mainzer Hotels ein Betriebsrat gegründet werden. Die Gewerkschaft vermutet, dass die Kündigungen damit zusammenhängen könnten. Nach Angaben eines anonymen Informanten sollen unter den Betroffenen auch besonders geschützte Personengruppen wie Schwangere, schwerbehinderte Menschen und ein Auszubildender sein.

Der Hotelbetrieb läuft nach den vorliegenden Informationen weiter. Die entlassenen Beschäftigten sollen durch Leiharbeitskräfte ersetzt worden sein. Viele Betroffene wollen gegen ihre Kündigungen vorgehen oder lassen sich rechtlich beziehungsweise gewerkschaftlich beraten.

NOVUM Hospitality weist den Vorwurf zurück, die personellen Maßnahmen hätten der Verhinderung einer Betriebsratsgründung gedient. In einer Stellungnahme an den SWR betonte das Unternehmen, man respektiere die Rechte der Mitarbeitenden sowie die geltenden arbeits- und betriebsverfassungsrechtlichen Vorschriften. Der weitere Prozess solle in Abstimmung mit der zuständigen Arbeitnehmervertretung begleitet werden.

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