Mallorcas Gastro unter Druck: Hunderte Schließungen drohen

Der gastronomisch gesehen schlechteste Sommer seit der Pandemie-Zeit auf Mallorca hinterlässt Spuren. Eine schwache Sommersaison mit starken Folgen – die Gastronomie steht unter Druck.
Juli 24, 2025 | Fotos: Shutterstock

Juanmi Ferrer, Präsident des Restaurantverbands CAEB auf Mallorca, warnt: Hunderte Restaurants würden dieses Jahr schließen – der Sommer laufe schlecht. Die Lage sei so angespannt wie seit der Zeit vor der Pandemie nicht mehr.

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Leere Tische auf Mallorca bald Normalität? | Foto: Shutterstock

Juanmi Ferrer, Präsident des Restaurantverbands CAEB auf Mallorca, warnt: Hunderte Restaurants würden dieses Jahr schließen – der Sommer laufe schlecht. Die Lage sei so angespannt wie seit der Zeit vor der Pandemie nicht mehr.

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Leere Tische auf Mallorca bald Normalität? | Foto: Shutterstock

Bereits der Mai auf Mallorca verlief enttäuschend – vor allem wetterbedingt. Auch der Juni brachte keine Erholung und im Juli setzt sich der Negativtrend fort. Zwar sei in den Restaurants der spanischen Insel abends etwas mehr los als mittags, doch das Niveau vergangener Sommer werde deutlich verfehlt.

Im Durchschnitt ist die Gästezahl in mallorquinischen Restaurants um 5–6 % zurückgegangen. In touristischen Hotspots wie Port de Sóller, Sant Elm und Port d’Alcúdia sei der Rückgang jedoch deutlich gravierender – bis zu 40 % weniger Kundschaft sei festzustellen, so die Zeitung Majorca Daily Bulletin.

Besonders dramatisch sei auch die Entwicklung in Palma – der Hauptstadt Mallorcas. Insbesondere am Paseo Marítimo: Rund 20 % weniger Gäste im Vergleich zum Vorjahr. Und das ausgerechnet im traditionell umsatzstärksten Monat des Jahres. Für viele Betriebe ist die Situation prekär.

Zwar sei die Stadt voll mit Tourist:innen, doch laut Ferrer handle es sich oft um sogenannte „Sandwich-Touristen“, die wenig konsumieren. Der Umsatzrückgang in Palma liege bei 8–10 %.

Hauptgrund: Trotz gleichbleibendem Urlaubsbudget stehen Tourist:innen durch gestiegene Hotel- und Flugpreise unter finanziellem Druck – es wird gespart: weniger Gerichte, weniger Wein, weniger Konsum.

Gleichzeitig steigen allerdings die Kosten für die Gastronom:innen: Höhere Steuern, Mieten, Lebensmittelpreise und – aufgrund eines neuen Tarifvertrags – auch höhere Löhne belasten massiv. Ferrer sagt, viele Betriebe würden dieses Jahr wirtschaftlich nicht überleben.

2024 mussten bereits 370 Betriebe schließen – dieses Jahr dürften es noch mehr werden. Ferrer spricht von einem Strukturwandel, der alle Gastronomiebetriebe betrifft – außer die ganz preisgünstigen Anbieter. Teilweise geben Restaurants ihren Mitarbeiter:innen sogar mitten im Juli – der Hauptsaison – Urlaub, weil der Betrieb nicht rentabel genug läuft.

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