Münchner Stubn: Wiesn-Wirt zieht sich vom Oktoberfest zurück
Unruhe auf der Theresienwiese: Alexander Egger zieht sich mit der Münchner Stubn vom Oktoberfest 2026 zurück. Der unterschriebene Vertrag für den Standplatz ging bis zum Ende der gesetzten Frist am 3. Juli nicht bei der Stadt ein. Damit muss München kurzfristig Ersatz für das kleine Wiesn-Zelt finden – während der Aufbau bereits läuft.
Unruhe auf der Theresienwiese: Alexander Egger zieht sich mit der Münchner Stubn vom Oktoberfest 2026 zurück. Der unterschriebene Vertrag für den Standplatz ging bis zum Ende der gesetzten Frist am 3. Juli nicht bei der Stadt ein. Damit muss München kurzfristig Ersatz für das kleine Wiesn-Zelt finden – während der Aufbau bereits läuft.
Der Standplatz soll nun anderweitig vergeben werden. Wie schnell ein Nachfolger gefunden werden kann, bleibt offen. Die zeitliche Lage ist eng: Das Oktoberfest beginnt am 19. September, die Hauptverhandlung in Eggers laufendem Verfahren ist für den 11. September angesetzt. Zwischenzeitlich hatte der Rechtsstreit bereits für Unsicherheit rund um den Aufbau mehrerer Zelte gesorgt.
Im Hintergrund steht ein größerer Streit um die Vergabe von Wiesnzelten. Egger fordert, begehrte Festzeltplätze künftig europaweit auszuschreiben. Für die Wiesn 2026 hatte er den Zuschlag für seine Münchner Stubn erhalten, nahm das Vertragsangebot nun jedoch nicht an. Zusätzlich hatte sich der Gastronom um weitere Standorte beworben, darunter das Volkssängerzelt Schützenlisl auf der Oidn Wiesn sowie Plätze bei großen Festzelten. Mit seiner Bewerbung blieb er erfolglos, auch ein Verfahren rund um das Schützenlisl brachte ihm keinen Erfolg.
Egger betreibt die Münchner Stubn seit 2022 gemeinsam mit seiner Frau Kathrin Wickenhäuser-Egger. Das kleine Festzelt bietet Platz für 440 Gäste. Eine geplante Erweiterung um einen Biergarten mit 190 Plätzen wurde nicht genehmigt. Im Umfeld der Wiesn-Wirte sorgte Eggers Vorgehen für deutliche Reaktionen: Die Arbeitsgemeinschaft der kleinen Wiesnzelte schloss ihn aus, außerdem legte er mehrere Funktionen in Münchner Branchen- und Tourismusgremien nieder.
