Venedig – Eintrittsgebühren von bis zu 50 Euro möglich

Venedig verschärft den Kampf gegen den Massentourismus. Nach ersten Testphasen diskutiert die Stadt eine deutliche Erhöhung der Eintrittsgebühren.
Juni 23, 2026 | Text: Redaktion | Fotos: Unsplash

Die italienische Lagunenstadt ist seit Jahren stark vom Massentourismus geprägt, wobei vor allem die hohe Zahl an Tagesbesuchern eine Herausforderung darstellt. Da diese Gäste nicht in der Stadt übernachten, generieren sie in der lokalen Hotellerie kaum Umsätze, führen jedoch zu einem erhöhten Aufwand bei der städtischen Reinigung und Instandhaltung. Um diese Besucherströme gezielter zu steuern, hat die Stadtverwaltung ein digitales Eintrittssystem eingeführt, das nach ersten Testphasen nun schrittweise angepasst wird.

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Die italienische Lagunenstadt ist seit Jahren stark vom Massentourismus geprägt, wobei vor allem die hohe Zahl an Tagesbesuchern eine Herausforderung darstellt. Da diese Gäste nicht in der Stadt übernachten, generieren sie in der lokalen Hotellerie kaum Umsätze, führen jedoch zu einem erhöhten Aufwand bei der städtischen Reinigung und Instandhaltung. Um diese Besucherströme gezielter zu steuern, hat die Stadtverwaltung ein digitales Eintrittssystem eingeführt, das nach ersten Testphasen nun schrittweise angepasst wird.

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Während kurzentschlossene Tagesgäste an rund 60 ausgewählten Spitzentagen aktuell eine Gebühr von bis zu 10 Euro zahlen, diskutiert die Stadtpolitik bereits eine deutliche Anhebung der Tarife an Hauptreisetagen. Als kritische Reisezeiten gelten dabei vor allem die Frühlingswochenenden rund um Ostern und Pfingsten, gesetzliche Feiertage sowie die gesamte Sommer-Hochsaison zwischen Juni und August.

Hinter dem neuen Vorstoß steht der Bürgermeister Simone Venturini. Sein Plan sieht vor, die Gebühr an solchen absoluten Hauptreisetagen massiv nach oben zu setzen. Wer langfristig im Voraus bucht, soll demnach rund 30 Euro zahlen – für spontane Last-Minute-Besucher könnten hingegen bis zu 50 Euro pro Tag fällig werden. Venturini begründet den Schritt mit den enormen Reinigungskosten und dem notwendigen Schutz der Lebensqualität der Einwohner. Die Einnahmen stiegen durch das aktuelle System zwar kontinuierlich an, würden jedoch bei Weitem nicht ausreichen, um die jährlichen Kosten für den Erhalt der Stadt abzufedern.

Ausnahmen, Kritik und Ausblick

Während das Festland (Mestre) befreit bleibt, gilt die Ticketpflicht für die Altstadt sowie für die Laguneninseln wie Murano und Burano. Hotelgäste, Pendler und Kinder unter 14 Jahren zahlen nach einer Registrierung weiterhin nichts. Der Vorschlag für die 50-Euro-Grenze stößt jedoch auf rechtliche Bedenken und politischen Widerstand. Da die Obergrenze der Gebühren national gesetzlich geregelt ist, muss die Stadtverwaltung unter Bürgermeister Venturini für eine Umsetzung zunächst Verhandlungen mit der Regierung in Rom führen. Bis dahin gelten für Tagestouristen weiterhin die regulären Tarife von bis zu 10 Euro an den festgelegten Spitzentagen.

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Burano: Auch für die berühmten Ausflugsinseln in der Lagune müssen Tagestouristen an Spitzentagen Eintritt bezahlen.

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