Der Junge Wilde 2014: Was macht Walter Triebl heute?

Vom Sous Chef im aiola upstairs über den Junge-Wilde-Sieg zur eigenen Adresse in Fehring: Walter Triebl hat aus wilder Energie eine der spannendsten Küchen der Steiermark gemacht.
Juli 7, 2026 | Text: Redaktion | Fotos: Kirchgasser Photography

Walter Triebl gewann 2014 den Titel Junger Wilder – damals als 25-jähriger Sous Chef im aiola upstairs in Graz. Heute steht sein Name für eine Küche, die Wirtshaus, Fine Dining und steirische Produktverliebtheit ziemlich souverän unter einen Hut bringt. Aus dem Wettbewerbssieger von damals ist ein Koch von Weltrang geworden, der am Hauptplatz von Fehring sein eigenes kulinarisches Revier aufgebaut hat.

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Wer heute fragt, was Walter Triebl macht, landet im Lilli. Gemeinsam mit seiner Partnerin Verena Leitner eröffnete er 2021 am Fehringer Hauptplatz sein eigenes Wirtshaus mit Fine-Dining-Schiene. Ein Ort, der nicht nach großer Geste schreit, dafür umso klarer zeigt, worum es Triebl geht: Produkt, Geschmack, Handwerk, Lockerheit. Kein steifes Gourmet-Theater, eher ein Haus, in dem Schnitzel, Fischsuppe und Abendmenü dieselbe Haltung teilen.

„Das ist es, was ich unter jung und wild verstehe!“
Otto Koch über den damaligen Finalisten Walter Triebl

Dabei begann die große Triebl-Erzählung auf einer Bühne, die genau für Köche wie ihn gebaut wurde: JUNGE WILDE. Im Finale 2014 setzte er sich mit deutlichem Vorsprung gegen die Konkurrenz durch. Sein Hauptgericht „Clockwork Orange“ mit King Prawns, Wagyu-Flanksteak, Kürbis-Curry-Orange-Creme, Kürbiskernöl-Espuma, Parmigiano-Reggiano-Ravioli und Coco-Bohnen traf damals ziemlich genau den Nerv des Wettbewerbs. Otto Koch brachte es auf den Punkt: „Das ist es, was ich unter jung und wild verstehe!“

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Nach dem Sieg ging es für Triebl weiter durch starke Häuser und starke Aufgaben. Gasthof Wagner in Halbenrain, Steira Wirt in Trautmannsdorf, Life Medicine Resort Bad Gleichenberg, See Restaurant Saag, Loisium Wine & Spa Resort Ehrenhausen. Richtig sichtbar wurde er in Graz, wo er in der Genießerei am Kaiser-Josef-Markt direkt aus dem Markt heraus kochte. Einkaufstasche statt starrer Karte. Was der Markt hergab, wurde verarbeitet. Regionalität als tägliche Praxis.

Plötzlich Sternekoch

Später übernahm Triebl in der Saziani Stub’n in Straden die Küchenleitung von Harald Irka und erkochte dort drei Hauben. 2021 folgte der Schritt in die Selbstständigkeit. Das Lilli wurde sein eigener Spielplatz: modern gestaltete Stuben, Gastgarten, Wirtshausküche zu Mittag, Fine Dining am Abend.

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Die Hauptspeise des Siegermenüs 2014: King Prawns | Wagyu-Flanksteak | Kürbis-Wiberg-Curry-Orange-Creme | Frank’s-Kürbiskernöl-Espuma | Parmigiano-Reggiano-Ravioli | Coco-Bohnen

2026 bekam diese Entwicklung den nächsten großen Marker: Das Lilli Fine Dining wurde mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Damit steht Triebl endgültig dort, wo seine Küche längst hingehört – mitten in der österreichischen Spitze.

 

 
 
 
 
 
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Alles über den Gewinner der Jungen Wilden 2026 erfahrt ihr in der kommenden Ausgabe von Rolling Pin. Stay tuned!

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