Boii Boii, Berlin: Halb Dinner, halb Party
Nita und Niklas Wolff waren der Berliner Gastro-Szene schon ein Begriff, bevor überhaupt das erste „Boii“ an die Tür geschraubt wurde. Mit mehreren Pop-ups, wie dem Thai Noods (Reichenberger Straße), der Kurz-Übernahme des ehemaligen Kin Dee und einem Gastspiel im Mikrokosmos haben sie sich eine Fangemeinde erkocht.
Nita und Niklas Wolff waren der Berliner Gastro-Szene schon ein Begriff, bevor überhaupt das erste „Boii“ an die Tür geschraubt wurde. Mit mehreren Pop-ups, wie dem Thai Noods (Reichenberger Straße), der Kurz-Übernahme des ehemaligen Kin Dee und einem Gastspiel im Mikrokosmos haben sie sich eine Fangemeinde erkocht.

Seit Mai 2025 haben die beiden nun ein fixes Zuhause in Kreuzberg (Lausitzer Straße 25) – in den früheren Räumen von Lode & Stijn. Drinnen: offene Küche, warmes Licht, eine Bar, an der man gerne länger hängenbleibt, wenn der DJ auflegt.

Kulinarisch trifft zeitgenössische Thai-Cuisine auf Berliner Saison. Nita ist in Thailand aufgewachsen und hat das Kochen von ihrer Mutter gelernt; nach Stationen in den USA und München kochte sie u. a. bei Khwan und LOBB. Niklas kommt aus Hamburg und bringt das Business-Rückgrat mit – zusammen ziehen sie im Boii Boii die Fäden zwischen Küche und Vibe. Auf der wechselnden Karte stehen Klassiker wie Pad Thai oder Pla Yang (ganzer, gegrillter Fisch). Manches wird erfrischend neu gedacht, wie der Salat Som Tam mit Fenchel statt grüner Papaya, gedämpfte Muscheln im Kokos-Chili-Sud oder sämiges Garnelen-Curry. Dazu: Thai-inspirierte Cocktails und eine kleine Naturwein-Auswahl, die auch zu Chili nicht wegläuft. Der Brandteigkrapfen, gefüllt mit Tee-Ganache, gesalzener Schlagsahne und Karamell-Pekannuss macht den Abschluss und vervollständigt ein Gesamtkonzept, das wieder einmal die Faustregel beweist: Je kleiner die Karte, desto besser das Essen. Jedenfalls meistens.
„Boii“ bedeutet auf Thai „oft“. Passt: Dieses Kreuzberger Wohnzimmer besucht man nicht einmal – sondern boii boii.

