Gaggan Anand: «Indien war noch nicht bereit für mich»
Er gilt als der wohl verrückteste Herdkünstler, den Indien hervorgebracht hat. Die Wirkungsstätte von Sternekoch Gaggan Anand ist jedoch Bangkok – und das seit Jahren. Ein eigenes Restaurant im Heimatland – das war zwar schon einmal im Gespräch, hat sich aber nie manifestiert. Bis jetzt.
Im Jahr 2026 bleibt in Gaggans Welt kein Stein auf dem anderen. Gaggan in Bangkok erfindet sich neu, der Spitzenkoch verbannt Smartphones vom Dinnertisch und auch ein Opening in Indien steht auf dem Programm.

Er gilt als der wohl verrückteste Herdkünstler, den Indien hervorgebracht hat. Die Wirkungsstätte von Sternekoch Gaggan Anand ist jedoch Bangkok – und das seit Jahren. Ein eigenes Restaurant im Heimatland – das war zwar schon einmal im Gespräch, hat sich aber nie manifestiert. Bis jetzt.
Im Jahr 2026 bleibt in Gaggans Welt kein Stein auf dem anderen. Gaggan in Bangkok erfindet sich neu, der Spitzenkoch verbannt Smartphones vom Dinnertisch und auch ein Opening in Indien steht auf dem Programm.

Vom Musiker zum Küchen-Revoluzzer
Gaggan Anand stammt ursprünglich aus Kalkutta. Bevor er Koch wurde, war er eigentlich Schlagzeuger. Und seine Leidenschaft für die Musik ist auch heute noch spürbar, wenn man sein Flagship-Restaurant besucht. Seine kulinarische Philosophie ist geprägt von seiner Zeit im Umfeld des Molekularküchen-Gurus Ferran Adrià in Spanien. Das Restaurant Gaggan in Bangkok eröffnete er 2010.
Im Jahr 2019 gab es einen Umbruch. Für kurze Zeit schloss Anand das Restaurant, um es komplett neu zu erfinden. Seine Devise: Grenzen sprengen und den Gast immer wieder neu überraschen. Auf Stillstand ist der Küchen-Revoluzzer eben allergisch.
Und nun das Comeback nach Indien. In einem Instagram-Post zum Jahreswechsel ließ Anand zwischen mehreren anderen Ankündigungen eine Eröffnung in seinem Heimatland durchscheinen. Es ist ein Projekt, das er schon seit langem ins Auge gefasst hat. Bereits vor rund zehn Jahren war die Rede von einer Eröffnung in Indien.
Luxus in Indien verändert sich
Diesmal könnte es wirklich so weit sein. «Vor zehn oder fünf Jahren war Indien nicht bereit für mich», erklärt Anand in einem Interview mit India Today Spice. «Aus meiner Sichtweise heraus, wie ich Essen betrachte und wie ich Essen präsentiere, empfand ich ein gehobenes Restaurant in Indien als eine schwierige Aufgabe.»
Eine junge Generation von indischen Spitzenköchen habe ihm aber den Weg bereitet und ihm gezeigt, dass Fine Dining in Indien möglich ist.
«Der Luxus in Indien verändert sich stark. Die Menschen konsumieren Kaviar und Trüffel, die vor fünf Jahren noch unerschwinglich waren. Die Menschen gewöhnen sich an den Geschmack des Luxus. Wir verstehen Weine besser, wir verstehen Spirituosen besser. Wir bringen unsere reiche Kultur auf moderne Weise zurück. Die Menschen in Indien sind bereit, Geld auszugeben», sagt Anand.
Der Küchenchef eröffnet das Restaurant gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Rydo Anton. Mehr Details dürfen noch nicht verraten werden, allerdings gibt es Hinweise, dass Mumbai als Standort auserwählt werden könnte.