Der Junge Wilde 2006: Was macht Michael Nährer heute?
Wir schreiben das Jahr 2006. Twitter erblickt das Licht der Welt, die Fußball-WM wird in Deutschland ausgetragen und in Turin finden die Olympischen Winterspiele statt. Und Rolling Pin bringt vor laufenden Kameras Nachwuchsköche ins Schwitzen. Im Finale der Jungen Wilden kocht sich ein noch unbekannter Niederösterreicher zum Sieg, der später für Forore sorgen sollte.

Wer die Jungen Wilden nicht kennt: Das ist Rolling Pins Wettbewerb für Kochtalente unter 30 – ein Format, bei dem es nicht um brave Teller, sondern um unbändige Kreativität und Mut zur Experimentierfreude geht.
Dem Gewinner winkt nicht nur Ruhm, sondern auch einen Preis, bei dem selbst abgebrühte Küchenchefs kurz still werden: eine Stage bei einem der besten Restaurants der Welt. Michael Nährer konnte sich durch seinen Sieg den letzten Schliff von Ferran Adrià im legendären El Bulli abholen. Plus: die Aufnahme in den Kreis der „Jungen Wilden“.

Nährers Karriereweg liest sich wie eine kulinarische Heldenreise: Stationen bei Walter Eselböck (Taubenkobel) und Marc Veyrat, dazu die Landhaus-Bacher-Schule. Und dann: back to the roots, nach Rassing.
Dort kocht Nährer seit 2009 im Familiengasthaus – bodenständig, aber nie brav. Sein Prinzip: Zwei Welten unter einem Dach. Die einen kommen für Rindsbraten und Semmelknödel, die anderen für Menüs, bei denen Tradition nicht geschniegelt, sondern neu erzählt wird.
Für das Junge Wilde-Finale 2006 kreierte er knusprigen Zanderspieß und Blunzencreme mit Ursalzchip, Chremeschnitte vom Kalbsbackerl und Schokoladensavarin mit Chiliespuma, Schinkenpulver und Flugmango-Red-Bull-Gelee. Kombinationen, die schwer vorstellbar sind, aber die Jury (darunter klingende Namen wie der damalige Ikarus-Executive Chef Roland Trettl, Mario Lohninger oder Heinz Reitbauer) überzeugten.
Heute kocht er bodenständiger, aber nicht weniger kreativ. Der rote Faden ist klar: Die Natur und die Saison geben vor, was auf den Teller kommt. Nose-to-tail ist hier nicht nur Buzzword, sondern gelebtes Prinzip.

Plot Twist: Der Haubenkoch wird Winzer
Und dann wäre da noch der zweite Akt: Wein. Nährer hat mittlerweile einen eigenen Wein – und ist damit auch als Winzer tätig. Hinter dem Projekt steckt eine sehr Nährer-typische Beobachtung: Alte Weingärten in der Region verschwinden, Tradition fällt buchstäblich um. Also hat er gemeinsam mit Winzerfreunden ein Projekt gestartet, das schon im Namen nach Heimat klingt: „Vergessene Gärten“. Gemeinsam mit Winzerpartnern werden ungenutzte Weingärten der Natur wiederentdeckt und zu neuem Leben erweckt.
Im Gespräch sagt Nährer einen Satz, der erstaunlich gut als Lebenslauf durchgeht: „Die einzige Konstante ist die Abwechslung.“
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